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Zahnstein

11Entsteht in Folge der Verkalkung des Zahnbelages und enthält eine große Menge an Bakterien. Die Menge der Ablagerung hängt von der Lage der Zähne und der
Zusammensetzung des Speichels ab und kann auch von bestimmten, geerbten genetischen Veranlagungen beeinflusst werden. Die Entfernung ist nur auf
professionelle Weise möglich. Zahnstein kann Zahfleischblutungen, unangenehmen Mundgeruch und Zahnbett-Entzündungen verursachen, was zur Lockerung der
intakten Zähne und letztendlich zum Verlieren dieser führt. Die Zahnbett-Erkrankung ist in unserem Land leider eine Volkskrankheit und trägt in grossem
Maße zur Zahnlosigkeit bei. Zahnstein ist von der Farbe her gelblich-braun und lagert sich am häufigsten an der Gesichtsseite der oberen Molarzähne, sowie
an der Oberfläche der unteren Stiftzähne zur Zungenseite ab, weil sich hier die grossen ausführenden Kanäle der Speicheldrüsen befinden.

Wir unterscheiden:

  • An der Zahnoberfläche, unter dem Zahnfleisch befindlichen Zahnstein, der sichtbar und gelblich-weiß ist. Die Oberfläche ist rauh, deshalb wird sie von Belag bedeckt und gefährdet so das Zahnfleisch und später das Zahnbett.
  • Unter dem Zahfleisch befindlicher Zahnstein, der nicht sichtbar ist und nur mit speziellen Mitteln in dem, neben dem Zahn entstehenden Zahnfleisch-Beutel betastbar ist. Diese Art von Zahnstein ist schwarz, er ist sehr hart und die Oberfläche ist rauh. Er spielt eine bedeutende Rolle in der Aufrechterhaltung der Zahnbett-Krankheiten.

Die Entfernung:

In unserer Zahnarztpraxis wird der Zahnstein mit einem Ultraschall-Gerät, einem Depurator entfernt. Wenn es notwendig ist, betäuben wir die Schleimhaut mit Hilfe von Lidocain-Spray. Das funktionierende Ende des Gerätes führt eine oszillierende Bewegung aus und entfernt dadurch den Zahnstein vom Zahnschmelz.

Das Entfernen des Zahnsteins unter dem Zahnfleisch erfolgt mit einem Handgerät. Nach dem Entfernen des Zahnsteins polieren wir mit Hilfe einer speziellen Bürste und einer Paste die Oberfläche der Zähne glatt. Auf einer glatten Oberfläche haftet der Belag nicht so leicht und durch regelmäßigem Zähneputzen kann die saubere, zahsteinfreie Oberfläche über eine lange Zeit erhalten bleiben.

Nach der Behandlung kann der Zahnhals 1-2 Wochen lang empfindlich sein (auf kalte, auf warme Speisen, sowie auf süsse und saure Geschmäcke). Diese Empfindlichkeit kann mit Hilfe von Fluor Gel oder einer Sensitiv-Zahncreme für empfindliche Zähne, sowie durch den Gebrauch von Mundspülungen behoben werden. Es hängt von den Essgewohnheiten, von den entsprechend effizienten Zahnputz-und Mundhygiene Methoden ab, nach wie langer Zeit sich der Zahnstein rückbildet. Es wird empfohlen die Mundhygienische Behandlung halbjährlich zu wiederholen.

Intraorales Sandblasen: Beim professionellen Reinigen der Zähne verwenden wird das von der Firma KaVo angefertigte Gerät Prophylex, das mit hoher Geschwindigkeit eine spezielle Mischung aus Staub und Wasser streut und mit dessen Hilfe selbst die winzigsten Zahnsteine und Verfärbungen aus den verstecktesten Rillen schmerzlos entfernt werden können. Die Oberfläche der Zähne wird poliert und dies ergibt eine glatte Oberfläche.

Zahnerhaltende Behandlungen

Die Behandlungvon Karies

Karies (caries dentium) bilden sich in einem chronischen Prozess, der mit der Destruktion der Zähne verbunden ist und von der Zahnoberfläche, Richtung Pulpa fortschreitet. Es ist die häufigste, die Menscheit betreffende kronische Krankheit. Bei der Entstehung spielt der Zahnbelag eine sehr bedeutende Rolle; genauso die verzehrten Speisen, die mundhygienischen Gewohnheiten, die im Mundraum befindlichen Mikroorganismen, sowie erbliche Veranlagung und Umweltaspekte sind alle beeinflussende Faktoren. Karies sind in der Anfangsphase ihrer Entstehung mit einer Fluoridbehandlung noch reversierbar, mit dem Vergehen der Zeit werden sie jedoch immer tiefer und es bildet sich ein Hohlraum, der nur noch mit Hilfe von einer Füllung heilbar ist.

Kariesentstehenzuerstandenschwerzureinigenden Oberflächen, inden Rillender Kauoberflächenundunmittelbaranden Zahnoberflächenüberdem Zahnfleisch, sowieanden  Zahnzwischenräumen,wennder Patientkeine Zahnseideverwendet.


Kehlenabschluss

Kehlenabschluss wird an bleibenden Zähnen durchgeführt. Der Querschnitt der Kehlen an der Kauoberfläche sieht einer Sanduhr ähnlich und die Bakterien gelangen in einer Rille von Mikrometer-Grösse in die tiefesten, leicht kariesanfälligen Schichten der Zähne und schädigen so oft unbemerkbar die Zähne.

64Das Wesentliche an einem Rillenabschluss ist, dass nach dem die bleibenden Zähne hervorstoßen und deren Oberfläche gereinigt wird, der Arzt ein spezielles Füllungsmaterial auf die Oberfläche der Zähne bringt, das in die Tiefen der Rille fließt und so den Weg vor dem bakterienvollen Belag abschliesst.

DieAnwendungdieserMethodewirdabdemErscheinendeserstenbleibendenZahnesempfohlen(ca.abdem6Lebensjahr).DieserwirksameEingriffkannnatürlichnichtnurbeiKindern,sondernauchbeiErwachsenenerfolgreichgetätigtwerden.

Vorteile:

schmerzfrei
Karies können vorgebeugt werden-so kann man die Unversehrtheit und die Lebensdauer der Zähne verlängern
die Methode ist kostensparend, weil Sie billiger als jede Zahnfüllung ist.

Ästhetische Zahnfüllungen

tömésBei der konservierenden Zahnbehandlung und in deren ästhetischer Heilung spielen die ästhetischen Füllungen eine wichtige Rolle (Füllungen mit zahneigener Farbe).Während dem Füllungsprozess verwenden wir bei der Versorgung von kleinen bis mittelgroßen Karies  Füllungsmaterialien von hervorragender Qualität, die hohe ästhetische Ansprüche zufriedenstellen, auf Licht härten und bei deren Anfertigung nur minimale Mengen an eigenem Zahmaterial geopfert werden muss. Die ästhetischen Füllungsmaterialien verankern sich nicht nur mechanisch, sondern auch chemisch in die Zähne und sie sind auch verschleißfest. Die ästhetischen Füllungen eignen sich auch hervorragend beim Tausch von Amalgam- Füllungen.

Vor dem Eingriff wird in jedem Fall eine gründliche zahnärztliche Untersuchung und  eine Röntgenuntersuchung durchgeführt. Ausserdem wird der Patient über den geplanten Eingriff, über die Betäubungsmittel, über die verwendeten Materialien, sowie über eventuell auftretende Komplikationen informiert. Vor einer zahnärztlichen Behandlung sollte der Patient immer essen, da  er nach der Verabreichung der Betäubungsspritze nicht essen darf, solange die Wirkung dieser aufrecht ist (ca. 2-3 Stunden).

Die Fertigung der Füllung

Der Eingriff wird unter lokaler Anästhesie getätigt. Der Zahnarzt säubert mit Hilfe eines Bohrers die kariesbefallenen Teile der Zahnoberflächen und unterfüttert danach die Zähne um die später eventuell auftretende Sensibilität zu vermeiden. Dadurch gelangt zwischen die Füllung und den Zahn eine Art „Isolierung”. Demzufolge wird auf die Zahnoberflächen eine dünne Schicht Klebstoff aufgebracht und dieser baut die Füllung schichtenweise auf. Die einzelnen Schichten werden mit einer Blaulicht-Lampe beleuchtet, deren Licht die Erhärtung des Füllungsmaterials bewirkt. Die Oberfläche der Füllungen wird mit Hilfe eines Bohrers gestaltet. Es wir solange gebohrt, bis die Oberfläche nicht passend ist. Zum Schluss folgt das Polieren der fertigen Oberfläche.

Komplikationen nach der Füllung

Nach der Anfertigung einer Zahnfüllung kann eine Empfindlichkeit auf kalt und warm auftreten (maximal 1-2 Wochen lang), sowie eine Aufbiss-Sensibilität, die mit dem Ausbessern der Füllung behoben werden kann. Ein bis zwei Tage lang kann auch der Stichort an dem die Spritze verabreicht wurde empfindlich sein. Kaffe,-Tee-und Kola trinken, Rauchen, sowie verschiedene Lebensmittelfarben bewirken mit der Zeit die Verfärbung der Füllungen und die der Zähne.

Kantenersatz

Wegen Beschädigung abgesplitterte, oder durch Abnutzung abgekürzte Vorderzähne können mit ästhetischen Füllungsmaterialien wiederhergestellt werden. Die verwendeten Materialien passen sich optimal an die Farbe des Zahnes und an die Durchsichtigkeit der Kanten an.

Inlay, onlay (ästhetische Einlagen)

dental-inlays-and-onlayEinlagen sind durch Zahntechniker angefertigte Füllungen, die zur partiellen oder vollständigen Rekonstruktion der Kauoberfläche der Molarzähne dienen. Einlagen dienen auch als ideale Lösung bei grossen Karies, abgebrochenem Zahn oder bei einem starken Biss, zur Anhebung des Bisses.

Einlagen sind viel beständiger als herkömmliche, ästhetische Zahnfüllungen, da sie nach Abdruck-Abnahme unter industriellen Umständen, bei hoher Temperatur und hohem Druck angefertigt werden. Die fertige Einlage wird vom Zahnarzt in die vorher vorbereitete Kavität durch Klebung fixiert, was eine perfekte Abschliessung an der Grenze des Zahnes und dem Einlagenrand sichert.

Die Einlagen können aus folgenden Materialien angefertigt werden:

Kunststoff(mit Glas befestigt)
Keramik
Gold-Keramik

Wurzelbehandlung und Wurzelfüllung

untitled30Während einer Wurzelbehandlung werden die im Inneren des Zahnes befindlichen Hohlräume gesäubert. Eine Wurzelbehandlung ist empfehlenswert wenn ein grossflächiger Kariesanfall vorliegt, der die im Zahninneren befindlichen Adern und Nerven umschliessende Kammer erreicht und so eine Pulpitis verursacht. Die Blutversorgung des Zahnes hört auf und im den Zahn umlagernden Knochen beginnen die Bakterien zu wuchern und verursachen so eine Entzündung. Die in solchen Fällen entstehenden entzündeten Zahnherde können die Verursacher von sonstigen, im Organismus zustandekommenden Entzündungsprozessen sein.

Symptome:

starke Schmerzen bei Kälte, beim Verzehr von Süssigkeiten, später auch bei Warme
tagsüber stumpfe, nachts sogar unerträgliche Schmerzen
pulsierende Schmerzen, ein Spannungsgefühl rundum den betroffenen Zahn
Empfindlichkeit beim Draufbeißen
das Anschwellen des Gesichtes

Die Entfernung der Pulpa wird in lokaler Anästhesie durchgeführt. Diese kann jedoch aufgrund der Entzündung erfolglos sein. In diesen Fällen devitalisieren wir den betroffenen Zahn, d.h. wir geben eine nervtötende Paste auf die Spitze der Pulpakammer, die den Nerv innerhalb von ein Paar Tagen devitalisiert und empfindungslos macht. Demzufolge kann eine schmerzfreie Wurzelbehandlung garantiert werden. Die Wurzelbehandlung erfolgt manuell und maschinell, was eine moderne, verlässliche Behandlung sichert. Die Adern-und Nervenfasern werden mit Hilfe von sterilen Nadeln entfernt und nach der Desinfektion wird die Wurzelfüllung in die bakterienfreien Wurzelkanäle gefördert.

Die Füllung der Wurzelkanäle erfolgt mit den modernsten Materialien und Techniken; Ziel ist das hermetische Abschliessen der Wurzelkanäle.

Die wurzelbehandelten, mit Wurzelfüllungen versehenen Zähne können einige Tage lang beim Aufbeissen empfindlich reagieren. Da in den wurzelbehandelten Zähnen die Blutversorgung fehlt , trocknen diese Zähne aus und sie werden brüchiger. Aus diesem Grund müssen wurzelbehandelte Zähne mit Kronen versehen werden.

Stiftaufbau

Eines der wichtigsten Aufgaben der Zahnärzte ist das Retten der Zähne und der Zahnersatz in den Zahnlücken. Wenn der Kronenteil eines Zahnes abbricht, die Wurzel jedoch intakt bleibt, kann der Aufbau des abgebrochenen Teiles mit Hilfe eines in die Wurzel plazierten Stiftes und einer Krone gelöst werden. So können die Nachbarzähne geschont werden, weil man Sie nicht abschleifen muss, um eine Brücke anzufertigen.

Grundprinzip ist, dass ein Stift nur an einem wurzelbehandelten Zahn angebracht werden kann, daher muss zuerst die Wurzelfüllung erledigt werden. Es muss in jedem Fall eine Röntgenaufnahme gefertigt werden, um auszuschliessen, dass die Wurzelregion nicht entzündet ist. Danach trifft der Zahnarzt eine Entscheidung darüber, ob die Wurzel beim Aufbau eines Stiftzahnes anwendbar ist. Ein künstlicher Stiftstumpen kann in folgenden Fällen nicht angefertigt werden: wenn die Wurzel stark gekrümmt ist oder ein Teil des Zahnes unter das Zahnfleisch gebrochen ist.

Der Stift kann angefertigt werden aus:

Metall, oder durch einen Zahntechniker angefertigtem, gegossenen Stift und Glasfaser.

Schalenkeramik:

hélykerámia 2Schalenkeramik wird bei Vorderzähnen verwendet, zur Farbkorrektur von Zahnschmelzfehlern, verfärbten Zähnen oder bei der Beschädigung der Schneidkanten, bzw. zur Verminderung oder Abschliessung von Zahnzwischenspalten. Schalenkeramiken können in zwei Gruppen aufgeteilt werden: direkte und indirekte Schalenkeramiken.

Die direkte Schalenkeramik wird vom Zahnarzt selbst in der Zahnarztpraxis angefertigt, mit Hilfe eines speziellen Materials, das bis zu 8-10 verschiedene Nuancen haben kann. Vom eigenen Zahnmaterial muss sehr wenig geopfert werden (ca. 0,4-0,8 mm) und das ästhetische Ergebnis ist sofort sichtbar. Ihre Verletzlichkeit ist geringer als die der indirekten Schalenkeramiken.

Die indirekten Schalenkeramiken werden im zahntechnischen Labor angefertigt. Während der Vorbereitung schleift der Zahnarzt ein Minimum an Zahmaterial ab (0,5-1mm) von der Zahnoberfläche ab. Nach der Abdruck-Abnahme fertigt der Zahntechniker die Schale aus Porzellan an, die vom Zahnarzt mit einem speziellen Haftstoff fixiert wird.

Schalenkeramik wird in folgenden Fällen nicht empfohlen:

bei hochgradigem Kariesanfall, oder beschädigten Zähnen
bei bestimmten Biss-Unregelmäßigkeiten
wenn der Patient nachts die Zähne knirscht

Zahnersatz

Der Ersatz von Zähnen ist nicht nur aus ästhetischer, sondern auch aus gesundheitlicher Hinsicht wichtig. Wegen der Zahnlosigkeit nimmt die Kaufähigkeit ab, so kann das weniger gekaute, in grösseren Stücken geschluckte Essen zu Störungen des Verdauungstrakts führen. Das primäre Ziel des Zahnersatzes ist die Wiederherstellung des Kauvermögens und die Beseitigung der Sprachfehler, sowie gleichzeitig auch die Erfüllung der ästhetischen Anforderungen.

Jedem Zahnersatz geht eine gründliche zahnärztliche Untersuchung, sowie die Erstellung eines Behandlungsplans voraus. Beim Verdacht einer Metallallergie muss eine spezielle zahnärztliche Metallallergie-Untersuchung durchgeführt werden.

Der Eingriff wird bei lokaler Anästhesie durchgeführt. Es ist wichtig, dass der Patient vor der Behandlung isst, da er nach der Verabreichung der Betäubungsspritze nicht essen darf, solange die Betäubung anhält (ca. 3-4 Stunden)

Kronen,Brücken

fogkorona_hid_fix_rogzitett_potlas_pecsKronen werden im Allgemeinen zur Wiederherstellung von stark kariesbefallenen Zähnen oder in Folge einer Verletzung beschädigten Zähne angefertigt, wenn die Heilbehandlung nicht mehr mit Hilfe von Füllungen oder Einlagen gelöst werden kann. Ausserdem können Kronen auch zum Schutz der Zähne dienen, in diesen hört nämlich die Blutversorgung auf, sie trocknen aus und werden brüchig.

NachderAufstellungderDiagnoseunddemBehandlungsplanmussderZahnfürdieAufsetzungderKronevorbereitetwerden,d.h.derZahnmussabgeschliffenwerden,umsoderKronePlatzzusichern.DieVorbereitungdesStumpfeshängtvonderArtund demMaterialderKrone,sowievondemzurVerfügungstehendemZahmaterialab. Während dem Abschleifen muss vom Zahmaterial nur eine minimal notwendige Menge entfernt werden, um so die Stabilität und die Dauerhaftigkeit  der Krone zu sichern. Vom vorbereiteten Zahn wir ein Abdruck genommen, aufgrund dessen der Zahntechniker mit Hilfe des gegenseitigen Gebisses und der Fixierung der Bissverhältnisse in mehrerern Phasen die Krone anfertigt.

Bis zur Anfertigung des Zahnersatzes (1-2 Wochen lang) erhält der abgeschliffene Zahn eine provisorische Zahnkrone, die in der Zahnarztpraxis angefertigt wird, um so das Komfortgefühl des Patienten zu sichern und um den abgeschliffenen Zahn vor den äusseren Umwelteinflüssen zu schützen.

Die Materialien der Kronen

In unserer Zahnarztpraxis werden Porzellankronen angefertigt. Diese Kronen haben an der sichtbaren Oberfläche die gleiche Farbe wie die Zähne und an den unsichtbaren Flächen sind sie metallfarbig. Das Metall unter dem Porzellan kann auch von einem Edelmetall (Gold) oder einer Edelmetall-Legierung angefertigt werden. Die aus Kunststoff angefertigten Kronen werden von Zahnärzten nicht empfohlen, da ihre Lebensdauer kürzer ist und sie weniger ästhetisch sind, sich verfärben und leichter abgenützt werden als Porzellankronen.

Zirkon -(metallfrei) Kronen, Brücken

Pressed ceramic teethNeben den auf herkömmliche Metallgerüste angebrannte Keramik-Zahnersätzen gelangt die Anwendung von Zirkonium immer mehr in den Vordergrund, das sich in der Zahnmedizin zu Ende der 1990-er Jahre zu verbreiten begonnen hat, hauptsächlich zum Ersatz oder zum Austausch von Metallen. Das im periodischen System als das 40-te Element bekannte Zirkonium ist ein sehr hartes Material mit hoher Biegefestigkeit und die aus diesem metallfreien Material angefertigten Kronen lösen keine allergischen Reaktionen aus. Die Farbe des Gerüstes kann an die Farbe der Zähne angepasst werden und dank des guten Lichtdurchlass-Vermögens kann eine perfekte Nachamung des natürlichen Zahnes gestaltet werden und dank der Anfertigungs-Technologie ist die Genauigkeit höher und der Verschluss an den Rändern ist perfekt. Ausserdem ist es dank seinem hohen Biege-Wiederstand zur Anfertigung von längeren Brücken geeignet als die herkömmliche Metallkeramik-Kombination.

Brücken ohne Abschleifen

Falls die Nachbarzähne dafür geeignet sind, können Inlays, d.h. Einlagen das Zahnwerk fixieren. In diesem Fall dienen die für die Zähne angefertigten Einlagen nicht nur als Füllung, sondern fixieren auch das die Zahnlücke ersetzende Brückenglied.

Komplikation nach der Anfertigung von Kronen und Brücken

Die durchschnittliche Lebensdauer von Kronen beträgt 8-10 Jahre. Falls der Zahnfleischschwund schneller ist als der physiologische müssen die Kronen gegebenenfalls schneller ausgetauscht werden. Durch korrektem und regelmäßigem Zähneputzen kann diese Lebensdauer verlängert werden. Die Anwendung von Zahnseide zwischen den Kronen ist sehr wichtig; genauso die der Brückenreinigungs-Seide und die Zahnzwischenräume putzende Bürste, da an diesen Orten die Zahnbürste nicht ankommen kann. Ohne die Verwendung obengenannter Hilfsmittel kann eine Zahnfleischentzündung auftreten.

Die nicht entsprechenden Kronen oder Brücken können Kiefergelenks-Schmerzen und Aufbiss-Empfindlichkeit verursachen. Bei einer Metallallergie kann eine ernsthafte Zahnfleischentzündung auftreten, entlang den Kronenrändern ist eine schwarze Verfärbung sichtbar. Bei grösseren Zahnersatz-Behandlungen ist es deshalb ratsam einen speziellen zahnärztlichen Metallalllergie-Test durchführen zu lassen.


Herausnehmbarer Zahnersätez (Zahnprothesen)

service_picIn Fällen, in denen die Zahnlücke derart ausgebreitet ist, dass ein fixierter Ersatz nicht gefertigt werden kann, d.h. keine Brücke in Frage kommt, muss ein herausnehmbarer Zahnersatz konstruiert werden. Von seiner Ausbreitung her kann der herausnehmbare Zahnersatz, partiell sein, wenn noch eigene Zähne zum Fixieren vorhanden sind und er kann voll sein, wenn keine Zähne mehr im Kieferknochen verankert sind. Die herausnehmbaren Partiell-und Vollprothesen sind sehr vielseitig, es kann beinahe jedem Patienten eine andere Lösung angeboten werden; man kann meistens mehrere Möglichkeiten für dieselbe zahnärztliche Situation in Errwägung ziehen.

Vom Material her können diese aus Kunststoff (bei einer Vollprothese) oder Metall (bei einer partiellen Prothese), sowie aus flexiblem Stoff für provisorische Zahnersätze angefertigt werden. Bei völliger Zahnlosigkeit kann es vorkommen, dass man wegen den anatomischen Verhältnissen, trotz der höchsten Präzisität die Prothese nicht entsprechend stabilisieren kann und diese sich im Mund des Patienten bewegen wird. Diese Stabilität wird mit Hilfe von 2 Implantaten (min.2 Stk.) verbessert, falls der vorhandene Knochen-wenn notwendig mit Hilfe von Knochenersatz-für diese Lösung geeignet ist. In diesen Fällen werden das Implantat und die Prothese mit Hilfe eines Druckknopfes aneinander gefestigt und so wird die Stabilität gesteigert.

Bei partieller Zahnlosigkeit kann die Prothese an die noch vorhandenen Zähne mit Hilfe eines Draht -Bindeglieds fixiert werden, wobei der Vorteil dieser Methode ist, dass die noch vorhandenen eigenen Zähne nicht für die Anfertigung von Kronen abgeschliffen werden müssen, das Draht-Bindeglied ist jedoch nicht ästhetisch und wird mit der Zeit den dadurch belasteten Zahn herausbewegen. Der kombinierte (an eine Krone oder eine Brücke fixierte), verdeckt verankerte, herausnehmbare Zahnersatz ist unsichtbar und vollkomen ästhetisch. Ausserdem ist er stabil und schädigt die vorhandenen Zähne nicht.

Der Verlauf der Anfertigung

Bei jeder Prothese ist der Verlauf der Anfertigung ähnlich:
AbdrucknahmevomKieferknochen>EinstellungderBisshöhe> Zahnprobe mit den in Wachs gelegten Zähnen > schließlich fertigt der Zahntechniker aufgrund oben erwähnter Proben die Prothese an. Die vollständige Länge des Prozesses dauert zwei Wochen lang, von der Abdrucknahme gerechnet, bei einer kombinierten Arbeit drei Wochen lang.

Mögliche Komplikationen nach der Anfertigung von Prothesen:

Nicht nur der Patient selbst, sondern auch die Muskeln des Gesichtes müssen sich an die neue Prothese gewöhnen , da diese beim Sprechen, beim Kauen fremd ist und in der Anfangsphase ein ungewöhnliches Gefühl erwecken wird. Der Zahnarzt kann Abweichungen korrigieren, dessen Voraussetzung ist jedoch die regelmäßige Kommunikation zwischen dem Patienten und dem Zahnarzt. Die Säuberung des Gebisses nach jeder Mahlzeit ist von sehr grosser Bedeutung, genauso auch die Verwendung von Prothesen-Reinigungstabletten (mind. 1mal pro Woche), da unter der Prothese die Bakterien und die Pilze schnell zu wuchern beginnen, was zu einer Entzündung führen kann. Wenn ausser Gebrauch , muss die Prothese trocken gelagert werden. Die Anfertigung einer neuen Prothese wird spätestens nach 8 Jahren sehr empfohlen.

Oralchirurgie

Trotz der raschen Entwicklung der zahnärztlichen Behandlung gibt es Mutationen, die selbst mit Hilfe der sorgfältigsten zahnerhaltenden Behandlung nicht geheilt werden können. In solchen Fällen sind oralchirurgische Eingriffe notwendig.

Zahnentferung

Ein Zahn muss entfernt werden, wenn er

ein Entzündungsherd ist, der eine chronische Entzündung aufrechterhält (z.B. kann bei oberen Zähnen eine Nebenhöhlenentzündung auftreten)

abgebrochen, völlig kariesbefallen ist, der nicht mehr wiederhergestellt werden kann, bzw. nicht zu Zahnersatz-Zwecken anwendbar ist

in Folge einer Zahnbett-Erkrankung locker wird und sich bewegt

für Zahnregulierungszwecke

Vor dem Eingriff muss in jedem Fall eine gründliche zahnärztliche Untersuchung und eine Röntgenaufnahme durchgeführt werden. Der Arzt entscheidet aufgrund der Röntgenaufnahme, ob eine einfache Zahnentfernung, oder eine operative Zahnentfernung notwendig ist. Der Eingriff kann in beiden Fällen sofort getätigt werden. Vor einer zahnärztlichen Behandlung sollte der Patient immer essen, da er nach der Verabreichung der Betäubungsspritze nicht essen darf, solange die Wirkung dieser aufrecht ist (ca. 3-4 Stunden).

Einfache Zahnentfernung

Die einfache Zahnentfernung wird bei lokaler Anästhesie durchgeführt. Um die den Zahn umgebende Schleimhaut zu schützen, wird das Zahnfleisch zuerst mit Hilfe eines Instruments vom Zahn abgeschoben. Der Zahn wird zuerst gelockert und danach mit Hilfe der Zange gezogen. Wenn wir einen entzündeten Zahn entfernen, muss auch das sich im Wundhohlraum befindliche, entzündete Gewebe entfernt werden. Nach dem Eingriff muss man für ca. 20 Minuten lang auf einen Mullknollen beissen.

Operative Zahnentfernung

in vielen Fällen kann ein Zahn nicht mit einer einfachen Zahnentfernung gezogen werden.

Solche Fälle sind: eingebrochene Wurzeln, in der Entwicklung stagnierende, nicht hervorgestoßene Zähne, bzw. wenn auf einer Röntgenaufnahme sichtbar ist, dass die Zahnwurzel stark gebogen oder stark gespreizt ist, oder bei einem oberen Zahn sehr nahe an der Nebenhöhle dran ist und man mit dem Öffnen der Nebenhöhle rechnen kann. In solchen Fällen wird die Zahnentfernung operativ durchgeführt.

Der Eingriff erfolgt in lokaler Anästhesie. Der Arzt schlitzt einen Lappen und schiebt das Zahnfleisch ab. Er entfernt den die Zahnentfernung hindernden Knochen und hebt den Zahn heraus. Er entfernt das sich im Wundhohlraum befindliche entzündete Gewebe und korrigiert die im Zahn- bett befindlichen unebenen Knochenränder mit einer Knochenzange. Schliesslich wird die Operationsfläche mit Nahten abgeschlossen. Nach dem Eingriff muss der Patient ca. eine halbe Stunde lang auf einen Mullknollen beissen; nachdem die Blutung aufgehört hat, kann der Patient nach Hause gehen.

Ratschläge nach der Zahnentfernung:

Nach dem Entfernen von Zähnen darf man nicht den Mund spülen oder spucken, da der Blutstopfen, der sich in der Wunde bildet herausfällt und eine Blutung verursacht, sowie die Möglichkeit einer Entzündungsbildung erhöht wird. Solange das Betäubungsmittel wirkt darf man nicht essen, da ernsthafte Verletzungen im eigenen Mundraum verursacht werden können;Milch-und Milcherzeugnisse dürfen 2 Tage lang nach dem Zahnentfernen genauso wenig verzehrt werden, da diese Lebensmittel einen Nährboden für Bakterien bilden. Falls die Umgebung des entfernten Zahnes entzündet war, kann es vorkommen das der Patient fiebern wird. In diesem Fall soll er fiebersenkende Mittel nehmen.

Eventuell auftauchende Komplikationen nach der Zahnentfernung

In Folge einer Zahnentfernung kann auch das Zahnfleisch zerstört werden,der Mundwinkel kann einspringen und es kann an den Lippen Herpes entstehen. Es kann durchaus vorkommen, dass Nachbarzähne oder Füllungen dieser herausfallen. Bei oberen Zähnen kann sich die Nasennebenhöhle öffnen und bei unteren Zähnen kann der sich im Kieferknochen befindliche Sinnesnerv beschädigt werden und es kann eine vorübergehendes Taubheitsgefühl entstehen, dass sogar monatelang anhalten kann.

Diese Komplikationen treten normalerweise nach einer einfachen Zahnentfernung auf, deshalb kann festgehalten werden, dass eine operativere Zahnentfernung sicherer ist und auch die Wundheilung rascher ist.

Die Entfernung eines Weisheitszahnes

Die Entferung des Weisheitszahnes muss sehr oft auch bei Menschen mit ganz gesundem Zahnwerk durchgeführt werden. Hauptsächlich in Fällen, in denen der Zahn während seinem Vorstoß im Kieferknochen festfährt und in einer schlechten Position festhält.

Die am häufigsten vorkommenden, durch schlecht positionierte Weisheitszähne verursachten Beschwerden:

schmerzhaftes Spanngefühl in der Kiefergelenk-Zone

Begrenzte Mundöffnung

wegen einer nicht entsprechenden Positionierung entstehender Zahnfleischbeutel und dessen Entzündung

Stauung der vorderen Zähne

Kariesbefall der vor dem Weisheitszahn positionierten Zähne

Vor der Entfernung des Weisheitszahnes wird eine Zustandsuntersuchung durchgeführt, die mit der Anfertigung eines Panoramaröntgens beginnt. Bei einer starken Entzündung muss vor dem Eingriff eine Antibiotika-Dosis eingenommen werden, da die Umgebung von entzündeten Zähnen schwer zu betäuben ist. Nach entsprechender Vorbereitung kann die operative Entfernung des Weisheitszahns durchgeführt werden.

Die vorbeugenden Maßnahmen und Ratschläge nach der Entfernung des Weisheitszahnes entsprechen denen der Entfernung sonstiger Zähne.

Der Abschluss der Nebenhöhlen

Die Nebenhöhlen befinden sich im oberen Kieferknochen. Die am häufigsten auftretende Komplikation der Entfernung der oberen kleinen-und grossen Molarzähne ist das Öffnen der Nebenhöhlen, wenn die Zahnwurzel in die Nebenhöhlen einschwenkt, was oft nicht an den Röntgenaufnahmen sichtbar ist.

Nach der Zahnentfernung kann das Öffnen des Sinus mit Hilfe der sogenannten „Nasenputzprobe” kontrolliert werden; danach muss die geöffnete Nebenhöhle sofort geschlossen werden. Der Eingriff erfolgt bei lokaler Anästhesie. Mit einem Schlitz wird ein Zahnfleischlappen gefertigt, mit Hilfe dessen die Öffnung bedeckt wird und danach wird sie mit Nahten an die Schleimhaut des Gaumens fixiert.

Wurzelspitzenresektion (Wurzelspitzen-Amputation)

Resectio bedeutet die Entfernung der Wurzelspitzenteile der Zähne-neben der Erhaltung des Zahnes- aus dem Knochen. Der Eingriff wird an Zähnen mit Wurzelfüllungen erledigt.

Gründe für die Wurzelspitzenresektion:

Zystenartige Abänderung, deren Genesung nicht zu erwarten ist. Der Wurzelkanal ist nicht ganz interoperabel, dadurch kann keine richtige Wurzelfüllung angefertigt werden.

Bei einer perfekt aussehenden Wurzelfüllung erscheint nach ein paar Monaten trotzdem eine Entzündung an der Wurzelspitze

bei chronischen, um die Wurzelspitze herum stattfindenden Entzündungsvorgängen

Falls das Wurzelfüllmittel am Spitzenteil weitergelangt ist und im Knochengewebe ist.

Während der Wurzelbehandlung wurde ein Fehlkanal gebildet, d.h. die Wurzelkanal- Erweiterungsinstrumente bewegen sich auf einem Fehlweg weiter.

Falls der Wurzelfüller oder das Erweiterungsinstrument in den Wurzelkanal eingebrochen ist.

Der Eingriff wird bei lokaler Anästhesie gettiägt- nach der Wurzelfüllung, die vor der Operation oder sogar während dieser angefertigt werden kann. Während der Operation wird mit einem Schlitz ein Zahnfleischlappen gefertigt, der die Wurzelspitze abdeckende Knochen wird mit einem Knochenbohrer (oder Meißel) offengelegt und die so freigewordene Wurzelspitze (davon mind. 3mm.) und das eventuell entzündete Gewebe wird entfernt. Bei Bedarf kann in den zustandegekommenen Hohlraum ein Knochenersatzmaterial gefüllt werden. Die Wunde wird mit Nahten geschlossen, die eine Woche später entfernt werden. Es dauert 4-6 Monate nach der Operation bis der Zahn funktionstüchtig und symptomfrei ist. Es wird eine mit einer Röntgenuntersuchung verbundene halbjährliche Kontrolluntersuchung empfohlen.

Die Wurzelamputations-Operation ist eine letzte Möglichkeit vor der Entfernung des Zahnes. Die Erfolgsrate liegt bei ca. 60%.

Nach der Operation mögliche Komplikationen

Es kann vorkommen, dass sich der Abszess wieder heranbildet, wenn die Entzündung rundum die Wurzelspitze nicht abnimmt. Aus diesem Grund ist die halbjährliche Kontrolluntersuchung sehr wichtig, da der Zahnarzt mit Hilfe einer Röntgenuntersuchung den Heilungsprozess und den Knochenanbildungsprozess verfolgen kann.

Weitere eventuell auftretende Komplikationen: Verletzung des Zahnfleisches, der Mundwinkel kann einspringen und es kann an den Lippen Herpes entstehen, sowie das Gesicht kann an der Eingriffstelle anquellen.

Zu beachten nach der Operation:

Die Wunde darf nicht angesogen, mit Wasser gespült werden, man darf auf das Gesicht keinen Umschlag drauflegen und auch nicht mit Hilfe einem Kissen aufgewärmt werden. Die Schwellung darf von Aussen mit Hilfe von einem Eisbeutel abgekühlt werden, ca. 5-6 mal pro tag, jeweils 1-2 Minuten lang. Nach dem Zähneputzen wird die Desinfizierung des Mundraumes empfohlen (z.B. Mit Chlorhexamed) 2-3 mal täglich. Man darf 7-8 Tage lang keine schwere körperliche Arbeit verrichten. Wenn nötig, können Schmerzmittel genommen werden; Antibiotika jedoch nur auf ärztliche Anweisung.

Knochenersatz

Die Neuheit der letzteren Jahre zur Behandlung verschiedener Knochenmangel-Erscheinungen.

Derartige Defekte können nach verschiedenen Traumen, Zysten, Tumoren, Knochenerkrankungen, sowie bei fehlenden Zähnen auftreten. Der häufigste Grund für den Schwund der Knochenmenge ist der Zahnverlust, in Folge dessen der auf den Knochen wirkende mechanische Reiz aufhört und das Knochengewebe zu schwinden beginnt.

Zum Ersatz von Knochen können wir folgende Materialien verwenden:

eigene Knochen (Autogen) – stimuliert die Regeneration des verjüngten Knochens, zum Gewinn von eigenen Knochen ist jedoch eine weitere Operation notwendig. Eigener Knochen kann meistens vom Hüftknochen, vom Schienenbein, vom Vorderteil des Kieferknochens oder von der Kalotte stammen.

Von anderen Menschen stammender Knochen (Allogen)- hierzulande ist diese Anwendung noch nicht verbreitet.

Synthetisch hergestellte (Alloplastische) Stoffe, dies sind Tricalcium-Phosphate, Hydroxi-Apatite usw. die sich hervorragend zum Ersatz von kleineren Knochenmengen eignen.

Von Tieren stammende (Xenogene) Stoffe, die aus Schweineknochen gewonnen werden , wobei sie unter strengsten Umständen mehrmals sterilisiert werden. z. B.: Bio-Oss.

Der Hergang des Knochenersatzes:

Der Eingriff erfolgt bei lokaler Anästhesie (bei der Gewinnung von eigenen Knochen unter Narkose). An der mit Hilfe des Röntgengerätes festgelegten Stelle wird ein Ritz am Zahnfleisch geschnitzt und anschliessend wird das Zahnfleisch vom Knochen abgetriftet und ein Lappen gebildet. Das Knochenersatz-Material wird an die Operationsstelle gebracht und mit verschiedenen selbstauflösenden, sowie nicht selbstauflösenden Membranen bedeckt. Die Membrane schützen die Knochenbildung und verhelfen diese. Die Zahnfleisch-Ränder werden mit Hilfe von Nahten vereingt, deren Entfernung 7 Tage nach dem Eingriff erfolgt. Nach der Operation dauert es 3 Monate lang bis das implantierte Knochenersatz-Material mit seinem Umfeld verknöchert und ein teil des Organismus bildet.

Nebenhöhlen Auffüllung (Sinus lift)

Die Nebenhöhle befindet sich im oberen Kieferknochen auf dem Gebiet über den kleinen-und grossen Molarzähnen. Nach dem Verlust der Molarzähne beginnt der Knochen zu schwinden und je länger der Zeitraum zwischen dem Entfernen des Zahnes ist, desto dünner bleibt der Knochenbestand unter der Bettung der Nebenhöhle. Die Methode des Sinus Lift wurde zur Verstärkung der Knochenplatte entwickelt und wird heutzutage bereits routinemäßig angewandt.

Der Eingriff erfolgt meistens vor dem Implantieren der künstlichen Wurzeln /Implantat/, dann wenn nicht genug Knochenbestand vorhanden ist.

Der Ablauf der Operation

Der Eingriff erfolgt bei lokaler Anästhesie. An der äusseren Wand des Gesichtsknochens wird ein Knochenfenster gebildet und dies wird nach Innen, Richtung Nebenhöhle eingehoben.

Das Knochenfenster wird die Schleimhaut der Nebenhöhle vor sich schieben. Zwischen die Schleimhaut und die Bettung der Nebenhöhle muss das Knochenersatz-Material eingesetzt werden und so wird die Höhe des Knochens in Richtung Nebenhöhle grösser. Die Knochenregeneration nimmt 6-8 Monate in Anspruch.

Mutationen im Mundraum, Histologie (Krebsversorgung )

Bei jeder Kontrolluntersuchung wird der Mundraum sorgfältig überprüft. Bei der Vorbeugung von Tumoren ist Prävention am Wichtigsten. Ein Großteil der Mundraum-Tumore können mit Hilfe von physischen Untersuchungen aufgedeckt werden. Ein grundlegender Faktor hierbei steht im Zusammenhnag mit der schlechten Verfassung der Zähne im Allgemeinen. Die meißten Menschen wenden sich erst beim Auftreten von Schmerzen an einen Zanhnarzt.

Beim Erkennen der Mutationen bedarf es keinen Fachmann; man muss nur auf sich selbst achten. Vor einem Spiegel können wir selbst unseren Mundraum überprüfen. Betrachten wir ganz sorgfältig unsere Lippen, das Zahnfleisch, den Gaumen, die Zunge und die Partien unter der Zunge.

Wenden Sie sich sofort an einen Arzt wenn Sie folgende Symptome bemerken:

Schmerzen im Mund im Hals oder in den Ohren

Abszesse allerorts im Mund,

suspekte weiße oder rote Verfärbungen,

Knoten oder Anschwellung an den Lippen, im Mundraum oder im Hals

schmerzhaftes Schlucken, schweres Kauen oder Schlucken,

Taubheitsgefühl im Mund

Blutung

Kiefergelenks-Beschwerden

Das Kiefergelenk (TM- temporo-mandibularis) wird einerseits vom Kiefer-Köpfchen, andererseits von der Gelenkgrube gebildet, die sich auf der Schädelbasis befindet. Zwischen den zwei Knochenoberflächen befindet sich eine Bandscheibe. Das Kiefer-Köpfchen rutscht mehr oder weniger auf diesem Gelenkband aus. Das Gelenk wird von Aussen mit Hilfe von Bändern fixiert. Die Bewegung des Gelenkes besteht nicht nur aus einer einfachen Drehung, sondern ein vor-und rückwärts-Rutschen mit einer kombinierten Rotationsbewegung.

Erkrankungen und Verletzungen des Kiefergelenks

Missbildungen:

Ankylosis (Gelenksteife. Diese kann bedingt sein durch Verknöcherung des Gelenkspalts oder durch Veränderungen der Gelenkkapsel.

Pseudoankylosis (eine Verwachsung der Weichgewebe an den Gelenkoberflächen)

Trismus, d.h. Kiefersperre (eine spastiche Kontraktur der den Kiefer bewegenden Muskeln) Diese Krankheit kann am häufigsten als Folge einer Entzündung des Weisheitszahnes auftreten.

Kiefer-Dysplasie

nächtliches Zähneknirschen (Bruxizmus)

Der Grund für das Zähneknirschen ist noch nicht geklärt. Bei Kindern bildet sich diese Erscheinung beim Zahnewechsel , wenn die Lage und die Grösse der Zähne verschieden und neuartig ist, kann aber auch in Folge einer Verkühlung und bei Infektionen der oberen Atemwege auftreten. Bei Erwachsenen wird das Zähneknirschen vor allem durch Stress und durch angehäufte Anspannung verursacht. Das Zähneknirschen belastet die Zähne und das umliegende Gewebe. Dies kann den Bruch der Zähne und der Füllungen bewirken, sowie auch der Zahnschmelz kann dadurch verletzt werden.

Symptome:

Gesicht und Kieferschmerzen

Kopfschmerzen

unangenehme Stimmerscheinung

Behandlung:

nächtlicher Bisserheber, der ein durchsichtiger Gegenstand ist und aufgrund eines Abdruckes angefertigt wird.

Entzündungshemmer zur Schmerzlinderung, Muskelentspanner, Beruhigungsmittel , physiotherapeutische Behandlungen, Massage, Verhaltenstherapie, Hypnose und autogenes Training.

Zahnfleisch-, und Knochenbeutel-Behandlung

Eines der meistgefürchteten zahnärztlichen Krankheitsbilder ist die Zahnfleischentzündung und die damit zusammenhängende Zahnfleischblutung, Zahnfleischrückzug, Zahnfleischbeutel-Bildung, Knochenschwund, Knochenbeutel-Heranbildung und zum Abschluss des Prozesses der Verlust des Zahnes, des Gebisses. Verantwortlich für diesen Ablauf sind die im Mundraum befindlichen Bakterien und die Stoffwechsel-Nebenprodukte und nur zu einem Bruchteil genetische Gegebenheiten. Im Hintergrund stehen mehrere Faktoren, wie z.B. die Speichelzusammensetzung, die Position der Zähne und die Säuberung dieser. Der Hauptgrund ist der Belag an den Zähnen und der Zahnstein. Mit der regelmäßigen Entfernung dieser, sowie der guten Mundhygiene kann der Prozess zwar nicht zum Stillstand gebracht werden, jedoch wesentlich verlangsamt werden.

Notfall-Versorgungen

Primäre Behandlung der in Folge von Unfällen entstandenen Zahnverletzungen (Schiene legen, medikamentöse Bandage, Zahnentfernung)

Versorgung akuter Entzündungen (Wurzelbehandlung, Zahnentfernung)

Zahnbett-Entzündung, konservierende Behandlung von Zahnfleischentzündungen

Öffnen von Abszessn im Mundraum

Entfernung von Fremdkörpern, die beim Schlucken oder Atmen hindern

medikamentöse Behandlung der akuten Schleimhautentzündung

Linderung eines Trigeminusneuralgischen Anfalls mit Hilfe von lokaler Anästhesie.

Blutungslinderung bei Mundraum oder in der Mundraum-Umgebung befindlichen Blutung jeglicher Art (Mullbinde, Deckbandage, Verabreichung von Blutgerinnungsmitteln Versorgung mit Nahten).

Soft Laser (Weichlaser)- Behandlung

1110_Discus-Dental_Laser-1[1] Die grundlegenden Wirkungen des Softlasers sind schmerzstillend, entzündungshemmend und die Wundheilung fördernd. Der Laserstrahl, der eine grosse Energie hat dringt in die Zellen ein und akzeleriert die zum Wundheilungsprozess notwendigen biochemischen Vorgänge.

Die Softlaser-Behandlung ist schmerzfrei und nimmt nur einige Sekunden pro Behandlungseinheit in Anspruch.

Anwendung:

Herpes

Aphten

Gelenksschmerzen

Posttraumatische Schmerzen

bei Zuständen nach Knochenoperationen (Resektion, Implantieren, Zahnentfernung)

Entzündungen, dessen Keim der Zahn bildet (Wurzelhautentzündung, mit Wurzelbehandlungen zusammenhängende Beschwerden, Lymphknoten-Entzündung )

Schmerzsyndrome (atypische Gesichtsschmerzen, Trigeminusneuralgie)

Behandlung von Zahnbruch-oder Zahnregulierungs-Begleiterscheinungen.

Untersuchungen mit Hilfe von Röntgengeräten und Kameras

Das zahnärztliche Röntgengerät ist bei der Zahndiagnostik unerläßlich. Es ist sehr wichtig versteckte Anomalien aufzudecken, die selbst durch die gründlichste Untersuchung nicht festgestellt werden können.

Solche sind z. B.:

Erscheinen von Karies an den gegeneinander gerichteten Zahnoberflächen

Erscheinen von Zahnfäule unter einer alten Zahnfüllung

Knochenbeutel

Entzündungen rundum der Wurzelspitze

verschiedene zystöse Mutationen im Mundraum

Über die Feststellung von pathologischen Vorgängen hinaus ist das Röntgengerät auch dafür geeignet die Lage der bleibenden Zähne bei Kindern festzustellen, während bei Erwachsenen die Lage der noch nicht hervorgestoßenen Weisheitszähne festgestellt werden kann und nach einer Wurzelfüllung die angefertigte Wurzelfüllung kontrolliert werden kann.

Die Anfertigung des zahnärztlichen Röntgenbildes ist mit einer niedrigen Bestrahlung verbunden; der Patient trägt jedoch zur eigenen Sicherheit einen Bleikittel.

Intraorales Röntgenbild

Im Mundraum angefertigte Röntgenaufnahme, die zur Untersuchung von jeweils 1-1 Zahn gemacht wird.

Panorama-Röntgen-Untersuchung (OP-Orthopantomographie)

An einer grossen Röntgenaufnahme können beide Kieferknochen, samt allen Zähnen, die Nebenhöhlen und die Nasennebenhöhlen „ausgelegt” beobachtet werden. Dieser Röntgentyp wird als extraoral bezeichnet, d.h. außerhalb des Mundes angefertigt. Während der Anfertigung bewegt sich der Röntgenfilm zusammen mit der Strahlungsquelle ringsum den Kopf des Patienten, Schritt für Schritt, entlang den Kieferknochen.

Oralkamera

Die Oralkamera ist eine mit breiter Bildauflösung ausgestattete, von der Grösse her kleine Kamera, mit Hilfe derer an einem Bildschirm, die im Mundraum erzeugten Aufnahmen beobachte werden können. Mit ihrer Hilfe können den Patienten, die mit freiem Auge nicht sichtbaren Mundräume, die Behandlungsphasen und das Endergebnis der Behandlung sichtbar gemacht werden. Es ist ein gutes diagnostisches Hilfsmittel und ein gutes Motivationsmittel.